VON: MITTELBAYERISCHE ZEITUNG - REGIONALTEIL
FBG sieht hoffnungsvoll in die Zukunft / Eiche ist im Kommen / Schwachholzmarkt boomt
![]() |
AMBERG-SULZBACH (ahi). Die Forstbetriebsgemeinschaft Amberg-Schnaittenbach w.V. (FBG) hielt mehrere Informationsveranstaltungen ab, in denen über aktuelle Probleme sowie die Holzpreise und Verkaufssituation gesprochen wurde. Ein Schwerpunkt war auch der neue "Hofplan Wald" (siehe eigener Bericht unten). |
| Im Gespräch von links FBG-Geschäftsführer Uli Hausmann, Vorsitzender Gerhard Gradl, sein Stellvertreter Richard Widenbauer, die Diplomforstwirte Alois Schambeck und Karlheinz Schöppl |
Vorsitzender Gerhard Gradl ging im Detail auf die Zertifizierung von Waldbauernbetrieben ein, die ab 1. Dezember 2005 beginnt. 15 Betriebe werden mit der Stadt Amberg und dem Büro der FBG betroffen sein . Thema waren auch die Kirchenwälder, die seit 1. Juli 2005 nicht mehr betreut werden. Die FBG schließe Verträge mit den Kirchenverwaltungen für Pflege und Vermarktung, wenn dies gewünscht sei. Im Bereich der FBG gibt es 26 Kirchenwälder mit über 700 Hektar Wald. Gradl stellte auch das neue Büro bei der BBV-Geschäftsstelle vor.
FBG Geschäftsführer Uli Hausrnann kam mit seinen präzisen Angaben und Informationen bestens an. Er meinte, nach sieben mageren Jahren sollten nun ab 2005 sieben fette kommen; die Tendenzen jedenfalls seien
hoffnungsvoll. Die Holznachfrage steige, das zeigten auch die Sägewerks-Bauten. Laut Hausmann macht die FBG Geschäfte mit Klausner am Standort Landsberg am Lech, mit Heggenstaller/Pfeiffer in Unterbernbach, mit Binder-Holz in Ingolstadt, vor allem auch mit Ziegler am Standort Stein und Ziegler Betzenmühle.
Die Wirtschaft werde stark von den hohen Ölpreisen beeinflusst, was eine massive Erhöhung von Produktionskosten nach sich ziehe. Der Holzmarkt in Bayern profitiere von der anhaltend guten Nachfrage auf dem Nadelstammholzsektor. Seitens der Forstwirtschaft wurden Preissteigerungen beim Fichtenstammholz von drei bis vier Euro angestrebt, bei Fichtenabschnitten würden in diesem Jahr die Preise mit zwei bis drei Euro über dem Fichtenlangholz liegen.
Man könne auch über Submissionen bessere Qualitäten direkt an einen Wertholzkäufer vermarkten. Abschnitte wie auch ganze Stämme könnten gut angesetzt werden. Bei Interesse soll man unbedingt vor dem Einschlag in der Geschäftsstelle anrufen, dies gilt für das 4. Quartal 2005 und das 1. Quartal 2006. Zu beachten sei: Fichte ab 45 cm Zopf aufwärts, Kiefer ab 35 cm Zopf aufwärts.
Hausmann brachte Details für Stammholz Fichte, Kiefer, Lärche, Laubholz; Eiche sei langsam im Kommen, gefragt seien neben Eiche auch Buche, Birke und Erle. Auch der Schwachholzmarkt boome, wobei man aber hier die Werksortierung hinnehmen müsse. Kurzholzabschnitte würden viel Arbeit machen, würden aber gut bezahlt, sagte Hausmann und riet, maschineller Harvestereinsatz sei dabei besonders geeignet.
Hausmann referierte noch über Papierholz, Pfleidererholz, die Kiefern und Lärchenpalisaden, die Einrichtung von Sammellagerplätzen und die Brennholzvermarktung (auch über die Börse). Die Mengen für Brennholz sollen angemeldet werden, die FBG könne auch für die Bauern vermitteln; Holzschnitzel sollen möglichst abgelagert sein.





